Branchen unter Druck

Hier erfahren Sie, was in anderen Branchen und Unternehmen geschieht und unsere Einschätzung dazu …

 

2026 – Oktober

 

 

  • Das Öl-Paradoxon Daten aus den letzten Tagen zeigen ganz klar: 98 % der Ölexporte aus den Nahen Osten für den Weltmarkt sind im Vergleich zum Vorkriegsniveau wieder hergestellt. Und die Saudi-Pipeline nach Yanbu pumpt wieder auf 80 % Auslastung. Dazu kommt noch meine These, dass sich in den letzten Monaten gerade die betroffenen Kunden in Asien verstärkt nach alternativen Lieferquellen für Öl und Gas umgesehen haben dürften. Von daher erlebt man plötzlich eine Ölschwemme, was dafür sorgt, dass Saudi-Arabien aktuell seine Verkaufspreise für Kunden in Asien auf 5 Dollar unterhalt des Referenzpreises absenkt. Dabei hatten Beobachter mit einem deutlichen Anstieg gerechnet.
    Also, warum fallen dann die Ölpreise am Terminmarkt nichtdeutlich? Brent-Öl hängt auch heute über 101 Dollar. Eskalationsrisiken und Transportkosten belasten die Versorgung. Leere Lager und Dieselknappheit verschärfen Engpässe. Und eine Erholung der Ölexporte bleibt auf dünnem Eis. Über die genauen Hintergründe für die immer noch hohen Ölpreise hat Stefan Jäger heute berichtet, HIER dazu der Artikel.

  • China-Handel: Höchste Zeit, dass die EU sich zu wehren lernt Je nach Eskalationsgrad soll sie sich aus einer Palette maßgeschneiderter Maßnahmen bedienen – bis hin zum Eilverfahren, mit dem chinesische Unternehmen vom europäischen Binnenmarkt ausgeschlossen werden. Und all das ohne langwierige Abstimmung mit den Mitgliedstaaten…. …. Reagiert China mit Vergeltung auf dieses legitime Vorgehen, zettelt Peking den Handelskrieg an – nicht die EU. Europa wäre aber erstmals in der Lage, die Eskalation schnell und umfassend mitzugehen. Das will niemand. Nötig wäre es auch nicht, wenn Peking in den laufenden Gesprächen erkennt: Die EU will im Handel nur eines – Fairness. Zur Nachricht 
  • Koalition: SPD-Ministerien für härtere Gangart gegen China tagesspiegel.de
    GH
    ; Die genannten Fakten decken sich mit dem, was der TTR ESG Dumping und Geopolitik Chinas nennt.
  • BYD investiert groß in Frachtschiffe: BYD hat sein achtes Auto-Transporterschiff in Betrieb genommen: die „Jinan“. Und dabei dürfte es nicht bleiben: Laut Medienberichten soll BYD bereits zehn weitere Schiffe geordert haben, sodass die eigene maritime Transport-Kapazität des Herstellers auf 130.000 Fahrzeuge wächst. chinaevhome.com, carnewschina.com
    GH; Bin gespannt, wie die EU damit umgeht.
  • EU plant Notfallinstrument gegen China – Ausschluss vom Markt möglich rnd.de
  • Verbrenner-Aus: Europaparlament vertagt Entscheidung über mögliche Aufweichung spiegel.de
    GH; Bei der bereits stattfindenden Produktion von Panzern, Flugzeugen und Schiffen sollte man sich endlich ehrlich machen und handeln bevor noch mehr erforderliches Potential zerstört und die Resilienz immer mehr geschwächt, wenn nicht unmöglich gemacht werden soll.

    BDI: Regierung muss in Brüssel die Abkehr vom Verbrenner-Aus sicherstellen Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) will Klarheit beim Verbrennerverbot und bessere Bedingungen für die deutsche Autoindustrie. mehr »
    GH; Der Shareholderverband ist aus der Zeit gefallen. Was kann man bei einer solchen Lobby von der Politik erwarten?

  • Studie sieht Risiko für Wissenskollaps durch Chatbots
    Sprachmodelle liefern weniger unterschiedliche Informationen als eine einfache Websuche. Das soll eine Studie der Universität Kopenhagen und weiterer Institute zeigen. Die Autoren sehen für die untersuchten Themen aus diesem Grund ein Risiko für einen Wissenskollaps. Denn vielen Menschen bekämen dieselben Informationen angezeigt, während seltener genanntes Wissen verschwinde.
    GH
    ; !!! Innovation und Wettbewerb bedroht und Machtkonzentration und Abhängigkeit zu erwarten. Tec-Shareholder gilt es durch eine Key-Stakeholder Politik einzufangen. Der TTR hat wiederholt darauf hingewiesen und trägt mit seiner TTR-Key-Stakeholder-Strategie dieser Tatsache Rechnung.

  • Energieunabhängigkeit in Europa ist unrealistisch
    Bis 2050 könnte die EU klimaneutral sein – aber unabhängig von Importen wird sie dabei nicht. 200 Milliarden Euro pro Jahr lassen sich dennoch sparen.
    GH; Das ist Bestandteil der TTR-Analysen und Projekte seit Gründung. Wieviel Zeit, Kapital und Ressourcen wurden seither vergeudet.

  • China-Investoren sichern Arbeitsplätze in Deutschland
    GH; Und wie viele wurden durch die globale China-Machtstrategie zerstört? Die Bilanz ist für D und die EU negativ.
  • Die zweite Phase der Elektromobilität beginnt: Wird das Stromnetz dabei zum Nadelöhr? Auf der gestrigen Ladeinfrastruktur-Konferenz des Bundesverkehrsministeriums zeichnete sich ein klares Bild ab: Die Debatte in der Branche dreht sich nicht mehr primär darum, möglichst viele Ladepunkte zu errichten. Eine neue Phase steht an: Gefragt sind Qualität, Verlässlichkeit und ein funktionierendes Gesamtsystem. Doch genau dort droht auch ein neues Nadelöhr: der Netzanschluss. Verkehrsminister Steffen Bilger eröffnete die Konferenz zunächst mit einer bemerkenswerten Charme-Offensive für die Elektromobilität – auch wenn sie in seiner eigenen Familie bislang noch nicht angekommen ist. Weiterlesen auf electrive  
    GH; !!!
  • Mercedes erhöht Spardruck: Beschäftigte sollen länger arbeiten

    Im Mittelpunkt steht weiterhin die Arbeitszeit. Mercedes will die Kosten je Arbeitsstunde in Deutschland reduzieren und fordert dafür eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit ohne entsprechenden Lohnausgleich. Nach Informationen des SWR trafen sich rund 5000 Beschäftigte in der Stuttgarter Schleyerhalle. Mehr als vier Stunden lang diskutierten Management und Belegschaft über mögliche Einsparungen. Konkret steht demnach eine Ausweitung von derzeit 35 auf 38 Stunden pro Woche ohne damit eihergehende Gehaltserhöhung im Raum.
    GH; Die Situation verschlimmernde Stakeholder-Sackgassen-Strategie, welche die Wettbewerbsfähigkeit noch mehr zerstört. Die Key-Stakeholder müssen endlich Verantwortung übernehmen und handeln, proaktiv und auf Augenhöhe.

  • Trump says Europe will release diesel stocks as wars in Europe and Middle East constrain fuel supplies  G7-Staaten werden Dieselvorräte freisetzen, da Kriege in Europa und im Nahen Osten die Treibstoffversorgung einschränken
    GH; also doch Verbrenner!!! Die Realität  holt alle ein.

  • Galeria stellt erneut Insolvenzantrag
    GH; Wie vom TTR erwartet, die Key-Stakeholder kommen ihrer Verantwortung nicht nach.

  • Reifenentwicklung für E-Autos: Conti rüstet sich für nächste Fahrzeuggeneration  Schwere E-Autos, immer mehr Leistung und höhere Drehmomente fordern die Reifenindustrie. Continental reagiert – und baut sein Hochleistungsreifensegment massiv aus.
    GH; Endlich! Bis vor kurzem hat Conti noch bestritten das die E-Autos besondere Anforderungen stellen und erfordern. Was wurde verschlafen und vergeudet?

  • Verbaler Krieg in Wolfsburg  Arbeitnehmervertreter beschimpfen VW-Chef Blume
    Betriebsrat und IG Metall werfen dem Volkswagen-Chef schon länger eine katastrophale Kommunikation zu dessen Sparplänen vor. Nun halten die Arbeitnehmer Oliver Blume vor, mit Falschbehauptungen eine Neiddebatte zu schüren – er bringe „wirres Zeug“ in Umlauf. 
    GH; Der klassische Kampf, der nur einen Verlierer kennt, der jetzt schon feststeht. Wann erkennt man endlich die Erforderlichkeit einer zukunftsweisenden Key-Stakeholder Politik?

  • Smart Factories: Peking will die nächste industrielle Revolution anführen Berlin.Table
    In der Verquickung von KI mit der Fertigungsindustrie sieht die KP in China eine riesige Chance für Wirtschaftswachstum und technologische Unabhängigkeit. Das Thema genießt Priorität auf höchster politischer Ebene. Staatschef Xi Jinpingbetonte kürzlich bei einer Fachtagung die staatlichen Ambitionen bei den Fertigungsprozessen der Zukunft. China nimmt viel Geld in die Hand, um Smart Factories aus dem Boden zu stampfen. Die KP sieht sich dabei in einem Wettlauf mit Industrienationen wie Deutschland, den USA und Japan. Wie weit die Entwicklung der intelligenten Fertigung bereits gediehen ist, lesen Sie im China.Table. Manuel Liu
    GH
    ; Chinas Ziel;  führende Technologie- und Wirtschaftsnation zu werden, geopolitisch und geomilitärisch bis zum 100 jährigen Parteitag
  • Schulden, Spaltung und Chinas Aufstieg – Ray Dalio warnt: Die Weltordnung gerät jetzt ins Wanken
    Die USA dominieren die Finanzmärkte – doch wie lange trägt diese Macht noch? Ray Dalio sieht die Weltordnung im Umbruch. Steigende Schulden, politische Spaltung und Chinas Aufstieg könnten die Kräfte zwischen den Weltmächten verschieben. André Stagge greift diese Warnung auf und stellt eine unbequeme Frage: Wie verletzlich ist ein Vermögen,…
  • „Project Jupiter“: Oracle stoppt Zahlungen für 18-Milliarden-Rechenzentrum und löst KI-Krise aus
  • Die Studie GEMRIX 2026 zeigt große Unterschiede bei der E-Mobilität. China setzt mit einem abgestimmten Ökosystem den weltweiten Maßstab. mehr »
    Während China den Index anführt, liegen die USA auf Rang 25 und Japan auf Rang 23. Singapur, die Niederlande, Österreich und Hongkong erreichen aufgrund der engen Abstimmung von Infrastruktur, Regulierung, Produktpassung und Verbraucherökonomie deutlich höhere Werte. während Türkei, Thailand, Vietnam, Indonesien und Brasilien durch unterschiedliche Kombinationen aus Bezahlbarkeit, Infrastruktur, Industriepolitik und lokalen Anbietern an Dynamik gewinnen. China und Norwegen haben demnach den Punkt überschritten, an dem E-Fahrzeuge bei der Marktreife mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gleichziehen.
    GH; Interessant, außer für Chinas kleine Märkte, und Länder mit geringer Kaufkraft. Das spricht nicht für eine erfolgreiche Zukunft der EU/D-E Strategie. Hinzu kommen Chinas geopolitische Strategie sowie seine dominierende Stellung im Bereich der Batterieproduktion und der seltenen Erden.
  • US-Blockade wirkt Iran in der Klemme – Ölexporte auf Null gesunken
    Die Ölexporte aus dem Nahen Osten für den Weltmarkt haben inzwischen wieder 98 % des Vorkriegsniveaus erreicht, vor allem weil Tanker mit abgeschaltetem Transponder und unter Begleitung von US-Kriegsschiffen die Straße von Hormus durchfahren. Und der Iran? Die US-Seeblockade der iranischen Häfen scheint gut zu wirken. Die iranischen Exporte sind…
  • Vor allem Jugend ist frustriert – Stimmungsabsturz in China: Soziale Medien zeigen die Resignation
  • Partei bekämpft Wut im Netz
    Die Stimmung in China stürzt spürbar ab, und der wachsende Frust der Bevölkerung entlädt sich längst nicht mehr nur im Stillen, sondern hinterlässt messbare Spuren im Netz. Während der schrumpfende Konsum die wirtschaftliche Krise im Alltag sichtbar macht, spiegeln die Daten der sozialen Medien ein tiefes Ausmaß an Resignation wider. Die schlechte wirtschaftliche Lage lässt den Zweckoptimismus schwinden und führt zu einem Vertrauensverlust, der die Binnenwirtschaft immer tiefer nach unten zieht. Als weiterer Faktor kommen die hohe Arbeitslosigkeit und die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten hinzu, die zum Sparen einladen. Die Jugendarbeitslosigkeit pendelt im ersten Halbjahr zwischen 15 und 17 Prozent, Tendenz eher steigend. Die offizielle Arbeitslosigkeit beträgt zwar nur 5 Prozent, aber die erfasst nur jene, die zuvor einen sozialversicherungspflichtigen Job in der Stadt hatten, in der sie gemeldet sind. Der Ökonom Li Daokui schätzt die reale Arbeitslosigkeit auf über 10 Prozent. Zudem arbeiten immer mehr Chinesen in der Gig-Ökonomie oder in nicht-formalen Beschäftigungsverhältnissen. Zusammengenommen arbeiten so mehr als die Hälfte der urbanen Bevölkerung mittlerweile ohne nennenswerte soziale Absicherung. Zur Erhebung der Stimmung werden alle großen chinesischen Plattformen, Weibo, Douyin oder WeChat herangezogen. Von 180 erfassten Themenkomplexen waren 77 eindeutig negativ kodiert, was einen Anstieg von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt. Die dominierende Emotion war dabei Wut mit 42 Prozent, gefolgt von Enttäuschung (32 Prozent), Angst (15 Prozent) und Abscheu (11 Prozent). Gleichzeitig fiel der gesellschaftliche Vertrauensindex des privaten Anbieters Knowlesys zwischen Januar und März um 26 Punkte von plus 18 auf minus. Neben der älteren „Lying-Flat“-Bewegung, die sich aktiv dem Konsum verweigert und nur so viel arbeiten geht, wie zur Befriedigung der grundlegenden Bedürfnisse notwendig ist, hat sich die gesellschaftliche Haltung des Bai Lans herausgebildet. Der Begriff bezeichnet ursprünglich die Spielsituation im Basketball, wo ein Team absichtlich verliert. Im chinesischen Kontext bezeichnet es eine Form der Resignation. Die Jugend will nicht mehr den chinesischen Traum leben und sich um den sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg kümmern, sondern sich einfach den Gegebenheiten ergeben.
    GH; Große Herausforderung für das System auf dem Weg Weltmacht Nr. 1 beim 100-jährigen Parteijubiläum. Was wird die Regierung tun???  Partei bekämpft Wut im Netz !!!
 
2026 – September